Vielleicht hatte ich Glück, dass ich zwischen den Jahren auf der Suche nach einem Hotel in Kaub "landete".
Nach einem extrem erschöpfenden Jahr 2025 war ich auf der Suche, nach einer Möglichkeit, für ein paar Tage zur Ruhe zu kommen. Eigentlich wollte ich an den Oberrhein, aber da gab es nicht Richtiges und dann sprang mir das Örtchen Kaub im Mittelrheintal ins Auge und ich buchte schnell ein Zimmer mit Hund ;-) mit Otto wohlgemerkt!
Es hatte mir gleich gefallen, das kleine Städtchen Kaub am rechten Rheinufer. Mit so steilen Weinbergen, dass ich mich fragte, wie man
sich darin überhaupt fortbewegen, geschweige denn sie bewirtschaften kann. Die Burg Gutenfels thront freundlich über der Ortschaft, der Rhein
zum Greifen nahe und auch der Einstieg zum Rheinsteig, dem beliebten Wanderweg, gut zugänglich – alles schön kompakt beieinander.
Kaub findet man im Oberen Mittelrheintal bei Stromkilometer 546 und ist mit etwa 860 Einwohnern die kleinste Stadt in Rheinland-Pfalz.
Besonderes Highlight: die malerische mitten im Rhein gelegene Burg Pfalzgrafenstein. Da kam ich aber leider nicht hin, weil eben Winter
und vieles entsprechend im Winterschlaf.
Kaub ist sehr schmal geschnitten:
Erst kommt der Rhein, dann die Bundestraße, dann die Bahntrasse und dann max. 3 Zeilen Kaub, eng an eng gebaut.
Immerhin habe die Erbauer der Bahntrasse daran gedacht, überall kleine Mini-Unterführungen in Tunnelform zu bauen, durch die man schnell zum Rhein kommen kann. Im engen Tal und an den Hängen kommen noch ein paar Häuser dazu. Das war´s.
Achja – und eine Fähre, die zum jenseitigen Ufer fährt, ein großer Vorteil, wenn es keine Brücken gibt ;-)
Mein Sohn hatte mir zu Weihnachten einen alten Bildband mit historischen Fotos vom Rhein geschenkt – darunter zu meiner großen Freude auch von Kaub. Ich dachte, es wäre doch spannend den
damaligen Ausblick wieder zu finden und nachzuzeichnen.
Nunja, ich stackste mit dem Heft bei Minustemperaturen und Eis durch die Weinberge, entschied mich dann todesmutig dazu, eine dieser halsbrecherisch steilen
Weinbergstreppen mit Otto hochzusteigen und stand dann höchst verklemmt bei Eiswind an einer steilen Passagen und versuchte zu aquarellieren.... das wurde dementsprechend kein
großer Erfolg, aber interessant war es doch – vor allen mit dem stets ziehenden Otto die glatte Treppe wieder herunter zu kommen. Fazit: es zeichnet sich
besser im Sommer ;-)
Kaub hat aber noch mehr zu bieten:
ein Museum für Schieferbergbau und vor allem ein bemerkenswertes Denkmal und das dazu gehörende Blücher Museum.
Mehr zu Blücher und seiner historischen Rhein-Passage – das nächste Mal ;-)
