"....Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar
Ihr gold’nes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr gold’nes Haar..."
Auszug: (Heinrich Heine, Die Lore-Ley, Buch der Lieder, 1827)
30.12.25: Minusgrade, eiskalter Wind auf dem Rheinsteig, den Loreley-Felsen vom "Aussichtstempel" aus skizzieren...Da bleibt nicht viel Sinn für Jungfrauen mit goldnem Geschmeide...
Reisejournal / Auszug:
Man muss nicht mit dem Boot fahren, um Schwierigkeiten mit der Loreley zu bekommen. Ich wollte mich ihr über den Rheinsteig annähern.
Die Etappe von Kaub nach St. Goarshausen gilt als eine der schönsten und anspruchsvollsten des Rheinsteigs. Sie ist tatsächlich sehr abwechslungsreich, vor allem, wenn man oben in dem Gebiet der Kuppenlandschaft ankommt.
Eine kleine, mit Seil abgesicherte Kletterpartie ist recht harmlos, allerdings nicht so sehr bei Glätte mit einem ziehenden Otto, der definitiv nach unten wollte. Aber wir haben es
gemeistert.
Es ging oft heftig hoch und dann oben die kurzen Verschaufpausen im kalten Dezemberwind.
Und natürlich musste ich unbedingt im „Aussichtstempel“ den Blick auf die Loreley skizzieren – nicht gerade ein spektakuläres Ergebnis, dafür der Start einer mächtigen Erkältung mit Husten, Schnupfen und Fieber. Das hat man davon..
Vollkommen verfroren kamen wir am Loreley-Plateau an, verzichteten auf jede weitere Begrüßung der Dame des Hauses und nahmen
einen der wenigen Busse nach St. Goarshausen.
Dort einen Glühwein im Pappbecher in einem interessanten Kiosk mit Rheindevotionalien, dann gemeinsames Weiterfrieren an der Rheinpromenade. brrr. Otto hat dann, wieder zu Hause, zwei Tage
lang sein Körbchen nicht mehr verlassen wollen und dafür aber viel Wohlfühlbauch gezeigt
Fazit: Die Loreley muss warten, bis es wärmer wird ;-) Und außerdem ist sie erst 2027 dran!
