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Das Ding mit dem Camping...

In den letzen Wochen zählte der Kühkopf zu meinen Haupt-Themen. Kurz hatte ich überlegt, das lange Pfingstwochenende zu nutzen, um einmal in Richtung Straßburg zu kommen. Aber ein Anruf beim Campingplatz in Kehl machte schnell klar: nicht an Pfingsten!! Pfingsten bei schönsten Wetter – Hoch-Zeit für Camper und Naturfreunde. Dann lieber hier in der Nähe.

Aber auf jeden Fall Camping – da Otto und ich noch nie ein Zelt geteilt hatten und die große Tour in der Schweiz immer näher rückt – aber der Gedanke an einen überfüllten Zeltplatz mit vielen glücklichen Familien mit Kleinkindern oder lauter Partymusik, ließ mich nach etwas anderem Ausschau halten. Es wurde der Campingplatz Schusterwörth, der nicht in Schusterwörth liegt, sondern bei Biebesheim und dessen Rheinstrand wir früher öfter aufgesucht hatten.

 

Und dann geschah etwas, was mich doch überraschte:

Jahrelang kein Camping mehr gemacht, aber irgendwie ging ich nahtlos in den Camping-Modus über. Die Zeit dehnte sich aus, das Kochen mit dem geliebten Trangia-Kocher entschleunigte.

Viel Freude und Gespräche mit Sohn Severin beim Gemüseschnippeln. Ein Hirschkäfer kreuzte Richtung Picknickdecke.

Die Knochen wollten zwar nicht richtig. Knie schmerzte, aufstehen mühselig über die Seite – herrjeh – wie konnte das geschehen?

Was geschah zwischen heute und dem letzten Campen vor gefühlt 8 Jahren? Da muss etwas anders werden!

Aber egal, es fühlte sich richtig an.

 

Und als Sonderchallenge: Otto, neurotisch, der sich nur ins Auto retten wollte. Behutsames Heranführen ans Zelt, extra für unsere Schweiz-Tour gekauft. Ok, die Hundedecke lag drin, Otto kapierte, wollte nicht mehr raus, aber es war viel zu heiß da drin, die Sonne heizte gnadenlos. Also auf die Picknickdecke locken, irgendwie klappte es. Später ein kleines Rhein-plantschen mit Otto, der trotz brrrr-kaltem Wasser die Abkühlung genoss und wie ein kleiner Otter auf mich zuschwamm.

 

Das ist Glück ;-) 

Will man dem Trubel am Rhein entfliehen, gibt es einen heißen Tipp: den R-Weg parallel am meist unsichtbaren Altrhein mitten durch eine klassische Auenwiesenlandschaft. Knallende Sonne von oben, weitgehend kein Schatten, da ist man allein ;-)

Bis auf ein paar Angler in riesigen SUVs, die mitten in der Wiesenlandschaft nach einem Angel-Hotspot fragen...

Zum Trost und Auftanken zum Glück das Umweltbildungszentrum Schatzinsel Kühkopf mit nettem Café!