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Ein Rhein für alle

Hatte ich einsame Flussstrände verträumt im Morgennebel liegend erwartet?

Die gibt es gewiss, aber definitiv nicht an einem heißen Wochenende im Mai. 

Gefühlt in jeder kleinen Bucht ist Leben.

Angler in unterschiedlichsten Konstellationen:

mal schlicht mit Angel oder mit Fahrradanhänger und Equipment. Manchmal mit Frau, die meist auf dem Klappstuhl ihrem Mann bei der Arbeit zuschaut, ganze Anglerburgen auf Sandstränden mit motorisierten Schlauchbooten angedockt, eine Gemeinschaft, die das Abenteuer in der Natur sucht. Angler an den Baggersehen mit Schatzkisten voller Köder und wichtigem Equipment.
Viele Nationalitäten – geht es um den Fisch oder um die Ruhe? 
Ein Thema, dem ich mich noch widmen werde ;-)

 

Dazwischen eine Familie, die wild campt, versteckt zwischen den Pappeln, Natur bezahlbar. Der Rhein ist demokratisch.

Er ist für alle da: zum Glück!

 

Am Rhein leben viele Lebensformen nebeneinander:

Auf der einen Seite Angler, Badende mit und ohne Hund, viele Radfahrer, Kanuten... auf der anderen Seite ein ganz andere Szene: Motorboote, Wasserski, Jetski, die dröhnend an Stränden und Schleppern vorbeibrausen. Immerhin sorgen sie für eine starke Brandung. Ein ganz anderes Publikum, braun gebrannt, schulterfrei, mit Tattoos und Sonnenbrillen, cool eben.

Konflikte vorprogrammiert? Ja, aber es gibt Regeln und Lösungen und so weit sich einigermaßen daran gehalten wird, geht es, oder?

Der Rhein ist für alle da! Und darüber fliegen Reiher, Schwäne und Milane.